//Ereignismüll

Der E. besteht aus Ereignissen, die entstehen, wenn man Sachen macht. Keiner will E., keiner braucht E., aber er entsteht, so wie Verpackungsmüll entsteht, wenn man an Inhalte ran will. Sitzungen zum Beispiel verursachen eine Menge, teilweise hochgiftigen Es.; oder Ausflüge, wenn zum Beispiel eine Autopanne auf einer Ausfallstraße das Entstehen einer Landpartie verhindert. E. kann getrennt entsorgt werden, in Pannenmüll, Zwistmüll, Gewissensmüll und auch als recycelbarer E. wie er zum Beispiel bei Familienzusammenkünften entsteht.

//Ereignislosigkeit

Die E. ist ein atmosphärischer Begriff aus der Ästhetik. Sie befällt einen zum Beispiel beim Betreten eines Zimmers, in dem ein Mensch seit längerer Zeit in sich versunken sitzt, umgeben von unbenutzten Dingen und abgestandener Luft. Die E. zeichnet sich durch eine spezielle Tiefe von Ratlosigkeit aus und vermittelt eine Vorahnung des Zeitstillstandes.

//Eigentlichkeit

Die E. ist eines dieser Heideggerwörter (siehe dazu auch //Geworfenheit), die auf das Eigentliche abzielen und daher schwer zu verstehen sind, weil sie, auf sich selbst verweisend, einen Objektcharakter verwehren und damit nicht auf den Vorzug des Blicks von außen zugreifen können. Die E. ist wie viele Heideggerwörter hermetisch. 

//Egorrhöe

Die E. ist eine bis zur Unerträglichkeit ausufernde Form des Ichgebrauchs, die sich durch die vollständige Ignoranz der Umgebung bei gleichzeitiger exzessiver Selbsthervorhebung auszeichnet. Sie ist bei jungen Menschen häufiger anzutreffen, gehäuft in sogenannten Metropolen.